Du betrachtest gerade ⚡ Industrieller Großspeicher – 215 kWh für eine leistungsstarke betriebliche Eigenversorgung

⚡ Industrieller Großspeicher – 215 kWh für eine leistungsstarke betriebliche Eigenversorgung

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein

Referenzprojekt: Gewerbe- und Landwirtschaftsbetrieb in Wallsee-Sindelburg, Niederösterreich

Bei diesem Projekt wurde eine bestehende gewerbliche Photovoltaikanlage um ein leistungsfähiges, AC-gekoppeltes Batteriespeichersystem erweitert.

Ziel ist es, den am Betriebsstandort erzeugten Solarstrom effizienter zu nutzen, Energieüberschüsse zwischenzuspeichern und die Energieflüsse intelligent an den betrieblichen Bedarf sowie die Anforderungen des Verteilernetzes anzupassen.

Die Kombination aus rund 385 kWp bestehender Photovoltaikleistung und einem industriellen Großspeicher schafft die Grundlage für einen höheren Eigenverbrauch, eine kontrollierte Netzeinspeisung und eine zukunftsfähige betriebliche Energieversorgung.


📏 Systemarchitektur und technische Eckdaten

  • Standort: Wallsee-Sindelburg, Niederösterreich
  • Bestehende Photovoltaikleistung: ca. 384,7 kWp
  • Speichersystem: SolaX TRENE Gewerbegroßspeicher
  • Speicherkapazität: ca. 215 kWh
  • Leistung der Speicheranlage: 110 kVA
  • Speichertechnologie: Lithium-Eisenphosphat
  • Systemausführung: AC-gekoppelter Batteriespeicher
  • Betriebsweise: Eigenverbrauchsoptimierung mit Überschusseinspeisung
  • Maximale Einspeiseleistung: dynamisch auf 250 kVA begrenzt
  • Netztechnische Einstufung: Typ-B-Anlage gemäß TOR Stromerzeugungsanlagen

Das Speichersystem wurde auf die bestehende Photovoltaikanlage und die betrieblichen Lastverläufe abgestimmt. Dadurch kann ein größerer Anteil der selbst erzeugten Energie zeitversetzt direkt am Standort genutzt werden.


☀️ Bestehende Photovoltaikanlage als Energiegrundlage

Die vorhandene Photovoltaikanlage erreicht eine Gesamtleistung von rund 384,7 kWp und bildet die energetische Grundlage des Projekts.

Zum Einsatz kommen Photovoltaikmodule von Trina Solar sowie Wechselrichter- und Optimierungstechnik von SolarEdge. Die Anlage versorgt den Betriebsstandort mit erneuerbarer Energie und stellt gleichzeitig die Energie für die Ladung des Großspeichers bereit.

Strommengen, die nicht unmittelbar benötigt werden, können im Speichersystem zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt für betriebliche Verbraucher verwendet werden.

Damit entwickelt sich die bestehende Photovoltaikanlage von einer reinen Erzeugungsanlage zu einem intelligent gesteuerten betrieblichen Energiesystem.


🔋 SolaX TRENE mit LFP-Technologie

Das Herzstück der Erweiterung bildet ein SolaX TRENE Gewerbegroßspeicher mit rund 215 kWh Speicherkapazität.

Die eingesetzten Lithium-Eisenphosphat-Zellen zeichnen sich durch hohe thermische Stabilität, lange Lebensdauer und robuste Zyklenfestigkeit aus. Diese Eigenschaften machen die Technologie besonders für gewerbliche und landwirtschaftliche Anwendungen mit regelmäßig wechselnden Lastprofilen geeignet.

Das Speichersystem wird entsprechend dem festgelegten Betriebskonzept ausschließlich mit selbst erzeugter Energie aus der bestehenden Photovoltaikanlage geladen. Eine Ladung aus dem öffentlichen Verteilernetz ist technisch ausgeschlossen.

Die gespeicherte Energie steht anschließend für den betrieblichen Eigenverbrauch zur Verfügung oder kann unter Einhaltung der netztechnischen Vorgaben kontrolliert eingespeist werden.


⚙️ Dynamisches Energie- und Einspeisemanagement

Eine zentrale Anforderung des Projekts ist die dynamische Begrenzung der Einspeiseleistung auf maximal 250 kVA.

Das Energiemanagement stimmt Photovoltaikerzeugung, Speicherladung, Speicherentladung, Betriebsverbrauch und Netzeinspeisung laufend aufeinander ab. Dadurch werden die Vorgaben des Netzbetreibers eingehalten und gleichzeitig möglichst große Energiemengen innerhalb des Betriebes genutzt.

Die Gesamtanlage verfügt außerdem über Einrichtungen zur stufenweisen Anpassung der Wirkleistung. Vorgesehen sind folgende Leistungsstufen:

  • 100 Prozent
  • 60 Prozent
  • 30 Prozent
  • 0 Prozent

Damit kann die Anlage bei Bedarf gezielt und automatisch auf die Anforderungen des Verteilernetzes reagieren.


🌐 Netzkonforme Integration und Kommunikation

Aufgrund ihrer Gesamtleistung wird die erweiterte Anlage als Typ-B-Anlage gemäß den österreichischen TOR Stromerzeugungsanlagen betrieben.

Neben der dynamischen Einspeiseregelung umfasst die technische Integration die erforderlichen Schutz-, Mess- und Kommunikationseinrichtungen. Betriebsdaten wie Wirk- und Blindleistung, Strom und Spannung können in Echtzeit an die zuständigen Netzstellen übertragen werden.

Die Umsetzung umfasst unter anderem:

  • AC-seitige Einbindung des SolaX-Speichersystems
  • Netz- und Anlagenschutz
  • Dynamische Wirkleistungsbegrenzung
  • Mess- und Steuertechnik
  • Kommunikationsschnittstellen
  • Überspannungsschutz
  • Technische Inbetriebnahme und Systemabstimmung
  • Koordination mit dem zuständigen Netzbetreiber

Das Zusammenspiel dieser Komponenten gewährleistet einen sicheren, überwachten und netzverträglichen Betrieb.


🚜 Speichertechnik für einen energieintensiven Betrieb

Gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe weisen häufig stark schwankende Energieverbräuche auf. Maschinen, Werkstätten, Hallen und die weitere betriebliche Infrastruktur benötigen je nach Tageszeit und Arbeitssaison unterschiedlich viel elektrische Energie.

Durch den SolaX-Großspeicher kann tagsüber erzeugter Solarstrom für spätere Verbrauchszeiten bereitgehalten werden. Gleichzeitig entsteht die Möglichkeit, betriebliche Leistungsspitzen gezielter abzufedern und die vorhandene Photovoltaikleistung besser am eigenen Standort zu nutzen.

Das Speichersystem schafft damit die Voraussetzungen für:

  • einen höheren Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms,
  • eine zeitliche Verschiebung von Energieüberschüssen,
  • eine kontrollierte und netzverträgliche Einspeisung,
  • eine effizientere Nutzung der bestehenden Photovoltaikanlage,
  • eine langfristig planbare betriebliche Energieversorgung.

🌍 Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit

Mit der Erweiterung um einen industriellen Batteriespeicher wurde in Niederösterreich ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger und eigenständiger Energieversorgung gesetzt.

Anstatt erzeugte Solarenergie ausschließlich unmittelbar zu verbrauchen oder in das öffentliche Netz einzuspeisen, kann sie nun bedarfsgerecht gespeichert und später eingesetzt werden. Das verbessert die Nutzung der bestehenden Photovoltaikanlage und reduziert die Abhängigkeit von extern bezogener Energie.

Durch die skalierbare Systemarchitektur bleibt das Energiekonzept auch für zukünftige betriebliche Entwicklungen und zusätzliche elektrische Verbraucher erweiterbar.


🏁 Fazit

Das Referenzprojekt in Wallsee-Sindelburg zeigt, wie sich eine bestehende gewerbliche Photovoltaikanlage durch moderne Speichertechnik gezielt weiterentwickeln lässt.

Die Kombination aus rund 385 kWp Photovoltaikleistung, Photovoltaikmodulen von Trina Solar, Systemtechnik von SolarEdge, einem AC-gekoppelten SolaX-TRENE-Großspeicher mit etwa 215 kWh Kapazität und einer dynamischen Einspeiseregelung auf maximal 250 kVA verbindet Eigenverbrauchsoptimierung, Netzverträglichkeit und betriebliche Versorgungssicherheit in einem ganzheitlichen Energiesystem.

Mit individueller Planung, technischer Systemintegration und enger Abstimmung mit dem Netzbetreiber realisiert Intellikom Energy leistungsfähige Speicherlösungen für moderne Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe.